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Abhilfe für ein Dauerthema

BÜRSTADT, 31. Oktober 2002: "Oh Sch...!" Wohl
kaum jemand, der nicht mit diesem Ausruf reagiert, wenn er plötzlich auf dem
Bürgersteig oder einer Wiese in die unschöne und alles andere als wohlriechende
Hinterlassenschaft eines Hundes tritt. Natürlich kann das Tier nichts dafür,
wohl aber der Halter, der den Hundekot seines Vierbeiners beim Gassigehen
zu entfernen hat. Dem ist jedoch leider nicht immer so. "Es wird sicher
nicht das letzte Mal sein, dass wir über dieses Dauerthema reden", sagte
Bürgermeister Alfons Haag im Rahmen einer Pressekonferenz heute vormittag, bei
der eine Maßnahme vorgestellt wurde, die hier Abhilfe schaffen soll. Fünf
Hundetoiletten sind seit gestern installiert. Vier davon stehen in Bürstadt,
eine in Bobstadt. "Das Ordnungsamt hat die Standorte nach dem erkannten
Bedarf vorgeschlagen, der Magistrat hat zugestimmt", erläuterte Edith Held den
Vorgang. Erna Schöcker, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und
Agenda 21, hat die Angelegenheit parlamentarisch beraten und
begleitet. Aufgestellt wurden die Toiletten am Beethovenplatz (flächendeckend
für den Platz selbst und die naheliegenden städtischen Anlagen sowie die
angrenzenden Haupt- und Nebenstraßen), in der
Otto-Schremser-Straße/Vinzenzstraße (Nähe Viadukt, flächendeckend für
Grünstreifen und Grünstreifen Bahn in der Vinzenzstraße sowie das Stadtgebiet
hinter Richtung Magnusstraße), im Bürgerhauspark (für die Parkanlage sowie für
die Straßen im Gebiet "Acht Morgen" und rund um das Rathaus), in der
Mainstraße/Ecke Mittelriedstraße (flächendeckend für das Steinlachgebiet) und im
Ortsteil Bobstadt im Bereich der Waldstraße beim Rathaus/Kriegerdenkmal für das
Gebiet Bobstadt. Die Benutzung ist ganz einfach: man zieht aus dem
Tütenspender eine Tüte, stülpt sich diese wie einen Handschuh über die Hand,
nimmt die "Tretmine" auf und entsorgt die Tüte samt Inhalt in dem unter dem
Spender befindlichen Abfallbehälter. Wie Edith Held erklärte, kann die Tüte samt
ihrem Inhalt auch in jeden anderen Abfalleimer eingeworfen werden, da auch die
Hundetoilette zusammen mit diesen einmal wöchentlich im Rahmen der
Abfallbehältnisentleerung geleert wird. Auch für die Mitarbeiter des Bauhofes,
die mit der Entleerung der Behältnisse befasst sind, gestaltet sich der Ablauf
absolut hygienisch. Es sei natürlich klar, so Edith Held weiter, dass diese
fünf Hundetoiletten noch keine wirklich flächendeckende Maßnahme darstellen.
Doch handele es sich hierbei vorerst um ein Testprojekt, um zu sehen, wie diese
Art der Entsorgung von der Bevölkerung angenommen werde. Bei Erfolg sollen noch
mehr Hundetoiletten angeschafft werden. Entsprechende Erfahrungswerte habe
Lampertheim vorzuweisen. Dort wurden ebenfalls vor längerer Zeit Hundetoiletten
aufgestellt - mit dem Erfolg, dass die Zahl der "Tretminen" drastisch gesunken
sei. Gleiches erhofft man sich für Bürstadt, wo sich die Anschaffung der fünf
Hundetoiletten mit einem Gesamtpreis von 1500 Euro relativ günstig gestaltete.
(Gourgé) |